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Polituren für Autos und mehr: Moderatoren verkaufen übers TV

Die Moderatoren der Teleshopping Sendungen haben durch die Bank eines gemeinsam: Alle sind sehr wortgewandt, sind charmant und sympathisch und können allein durch diese Gabe schon die Kunden für sich gewinnen. Und genau darauf kommt es an. Die Kunden sollen sich im Shoppingsender zu Hause fühlen, sollen den Eindruck haben, nichts falsch zu machen, wenn sie einen Einkauf tätigen. Viele der Sendungen bestehen aus einem Zusammenspiel zwischen dem Moderator und einem Verkäufer. Der Moderator übernimmt die Führung durch die Sendung, während der Verkäufer sein Produkt repräsentiert. Dabei stellt der Moderator Fragen, der Verkäufer erläutert ihm – und damit einem breiten Publikum – die Anwendung der Waren. Würde nur der Produkt-Vertreiber seine Waren, etwa Pflegemittel für die Gebrauchsspuren an älteren Autos von www.carstart.de, erklären, wäre die Sendung langweilig, ein Monolog aus Tatsachen. Doch durch den Dialog zwischen den Fragen eines smarten Herrn oder einer adretten Dame entstehen Wortgefechte, denn der Moderator oder die Moderatorin stellen sich gekonnt in den Dienst der Kunden: Sie stellen die Fragen, die die Kundschaft beantwortet haben will, äußern Kritik, die sofort verworfen wird. So entsteht eine unterhaltsame Art und Weise, die Produkte vorzustellen, immer mit dem Zwischenvermerk, wie viele Kunden schon gekauft haben, wie sehr diese zufrieden waren und dass eben diese Ware beim Moderator im eigenen Haushalt natürlich nicht fehlt.

Beispielhaft: Die Autopflegemittel

Die Verkäufer von Autopolituren, Kratzerentfernern und Spezialreinigungsserien für die Autopflege kennen alle Menschen, die schon einmal am Samstag in einen Baumarkt gegangen sind, die auf Messen waren oder die durch Fußgängerzonen schlenderten. Die Verkäufer arbeiten auf Provisionsbasis, sprechen die Leute an und versuchen sie, in eine Unterhaltung zu binden. Währenddessen wird das Produkt natürlich vorgeführt. Allerlei Verschmutzungen befinden sich auf dem Auto aus Berlin, diese werden gekonnt und selbstverständlich nur mit diesem einen Mittel spurlos beseitigt. Mit einem hoch angesetzten Preis beginnt das Gespräch, am Ende wird ein vermeintlicher Schnäppchenpreis veranschlagt. Man fühlt sich als Beobachter dieses Verkaufsgesprächs, als stünde man zwischen Marktschreiern, die gerade einen ihrer Wettbewerbe abhalten, wie auf www.welt.de beschrieben.

Ein solches Verkaufsgespräch ist auch zwischen dem Moderator eine Shopping Sendung im Fernsehen zu beobachten. Kurzweilig und unterhaltsam wird hier über Vorteile und Unmöglichkeiten diskutiert. Dabei schlüpft der Moderator zeitweilig in die Rolle des skeptischen Kunden, wechselt aber auch zum sachkundigen Mitwisser, der längst weiß, wie gut diese Autopflegemittel sind. Nebenbei prasseln auf den Zuschauer noch weitere Informationen ein: Ein Anrufer, der ins Studio durchgestellt wird, unterbricht das Verkaufsgespräch, um seine Erfahrungen mitzuteilen – natürlich durchweg voll des Lobes. Im Bildschirm eingeblendet ist die Wartezeit in der Telefonleitung, ist der Restbestand, der sich sekündlich dezimiert, ist der Preis, mit einem durchgestrichenen Normalpreis und dem heutigen Schnäppchen des Tages.

Walter Freiwald, Ikone der Shopping Sendungen

Ein Moderator, der jedem TV Zuschauer, der schon ab und an einmal eine Shopping Sendung im Fernsehen angeschaut hat, bekannt sein dürfte, ist Walter Freiwald. Am bekanntesten wurde er wohl durch seine Moderation im Hintergrund bei der Game-Show „Der Preis ist heiß“, in der als Hauptmoderator jedoch Harry Wijnvoord fungierte (Informationen hierzu auf Wikipedia.org). Walter Freiwald war hier nur die Stimme im Hintergrund, kündigte an, nannte Preise und sorgte für lustige Kommentare. Beim privaten Fernsehen bekam Freiwald dann schnell eine eigene Sendung, ein reines Shopping Format, das einen festen Sendeplatz erhielt. Als der damalige Sender dieses Projekt verkaufte, wanderte Walter Freiwald mit an und ist seither mit seiner markanten Stimme und seinem charmanten Konterfei bei diversen Shopping Sendungen bekannt und beliebt. Vor allem für Damen mittleren Alters ist er genau der richtige „Ansprechpartner“ in den Sendungen, da er den Draht zur weiblichen Kundschaft besonders gekonnt aufrechterhält. Dieser Ikone der Shopping Sendungen versuchen viele Moderatoren, in ihrem Auftreten nachzueifern – weiblich oder männlich, das spielt nur in der Produktauswahl, für die die Moderation benötigt wird, eine Rolle.

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