Alles für die Küche aus dem TV-Shop?
Ein sehr wichtiges Thema in den Teleshops, die täglich ihr Programm über den Äther schicken, ist die Küche mit allem, was dazu gehört. Elektrische und mechanische Küchenhelfer, Töpfe und Pfannen, Geschirr und sogar Lebensmittel werden über das bekannte Teleshopping Prinzip verkauft: In diesem Fall spielt wohl manchmal auch der Hunger den Zuschauern ein Schnippchen. Während in der Sendung gekocht und probiert wird, bekommt der Zuschauer Appetit und lässt sich zum Kauf überreden. Eines gleich vorneweg: wirklich schlecht ist von den angebotenen Produkten nichts, jedoch kann man über Sinn und Unsinn mancher Produkte wirklich diskutieren. Nichts gegen beschichtete Pfannen, gegen Plastikboxen für die Aufbewahrung und die Mikrowelle, doch manche Küchenmaschine beziehungsweise einige Küchenhelfer sind eher spektakulär denn wirklich für die alltägliche Arbeit in einer Küche gedacht. Nur wirklich leidenschaftliche Köche und Köchinnen, die jeden Tag mit vollem Herzblut am Herd stehen und sich mit Hingabe auch der Präsentation ihrer Speisen widmen, nutzen einige der Angebote aus dem Teleshopping wirklich in vollem Rahmen aus.
Nicht selten entscheidet sich ein Kunde oder eine Kundin für einen Artikel, der im normalen Handel nicht verkauft wird, stellt aber ein Jahr später fest, dass genau dieser gekaufte Küchenhelfer nur einige wenige Male in Gebrauch war und man auch darauf verzichten hätte können. Das betrifft, wie schon erwähnt, nicht das Gros der im Teleshopping angebotenen Geräte und sonstigen Helferlein für die Küche, sondern eher einige Produkte, hinter denen witzige und durchaus keine schlechten Ideen stecken, die aber meist überflüssig sind. Die alltäglichen Dinge, etwa eine Dunstabzugshaube, gibt es im Teleshop nur selten oder gar nicht – wohl aber eine einzelne Induktionsplatte zur Nutzung neben dem normalen Herd.
Einfallsreiche Präsentation: Das A und O beim Teleshopping
Eine Küche als Set, ein Moderator und ein Verkäufer mit einer Schürze, dazu viele Lebensmittel: Die Arbeit in einer Küche muss zuschauerwirksam präsentiert werden. Nicht selten lassen sich auch bekannte Köche, wie etwa ein Ralf Zacherl, den jeder von den Küchenprofis kennt, zu Sendungen einladen – für sie eine Gelegenheit, Geld zu verdienen, für die Hersteller von Küchengeräten ein Zugpferd, wie es besser nicht sein könnte. Ralf Zacherl, bekannt durch Spitzbart und Glatze, sowie dessen Lebenslauf stellt Wikipedia auf seiner Seite http://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Zacherl vor.
Würde ein Topfset oder anderes Kochgeschirr, ebenso wie eine Küchenmaschine, einfach nur auf ein Podest gestellt und alles darüber berichtet, was es zu sagen gibt, wäre dies wenig anschaulich für die Zuschauer. Deswegen wird in einer solchen Verkaufssendung gearbeitet, als wäre man in einer Großküche. Auch von den Messen dieser Welt kennt man die emsig arbeitenden Mitarbeiter der Hersteller, die mit gekonnten Handgriffen ihren doppelseitigen Gurkenschäler mit Sparfunktion vorführen, und eine Gurke, Kartoffel oder Möhre nach der anderen schälen. Sie produzieren Berge von Salat, Schalen und verletzen sich niemals – viel zu geübt sind sie im Umgang mit „ihrem Produkt“. Das muss der Verbraucher natürlich erst einmal lernen – bestimmt geht das alles nicht so schnell und zackig von der Hand, wenn der besagte Schäler das erste Mal benutzt wird.
In beschichteten Pfannen werden Dinge zubereitet, die der Hausfrau mit dem normalen, günstigeren Kochgeschirr Schweißtropfen alleine beim Zusehen auf die Stirn treiben. Wie muss man sich doch anstrengen, um angebrannte Milch aus einem Topf zu bekommen oder Eier, die eher einem Stück Kohle gleichkommen, denn einer leckeren Mahlzeit. Schmecken muss das ja nicht, was im Fernsehen zubereitet wird. Doch der Effekt, aus der Bratpfanne jegliche angebrannte Speisereste mit einem Küchentuch einfach wegwischen zu können, kommt sehr gut über den Bildschirm beim Kunden an. Diese Arbeitserleichterung kaufen sich die Kunden im Teleshop natürlich gern. Sie können oft teure Sets aus mehreren Töpfen und Pfannen in Raten bezahlen – ein weiterer Grund, die Küche über den Shoppingsender einmal wieder richtig auf Vordermann zu bringen.